Hinter den Kulissen: Wie BfG-Daten in den Weltwasserbericht einfließen

Shownotes

Deutsches Fachwissen prägt den aktuellen Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zum Zustand der weltweiten Wasserressourcen. Drei internationale Datenzentren an der Bundesanstalt für Gewässerkunde liefern zentrale Datengrundlagen – von Bodenfeuchte über Wasserqualität bis hin zu globalen Abflussmessungen. Die Analysen zeigen: Der globale Wasserhaushalt steht zunehmend unter Druck, doch die Daten eröffnen auch neue Perspektiven für nachhaltiges Wassermanagement.

In der neuen Folge des Podcasts BfG Interview spricht Host Martin Labadz mit den Leitern des Internationalen Bodenfeuchtemessnetzes, des Globalen Datendienstes für Wasserqualität und des Weltdatenzentrums Abfluss. Gemeinsam geben sie Einblicke in die spannenden Hintergründe des Berichts und zeigen, welche zentrale Rolle die BfG und das Internationale Zentrum für Wasserressourcen und Globalen Wandel (ICWRGC) im weltweiten Wassermonitoring spielen.

Die zentralen Gesprächsthemen der Folge:

  • Wasserqualitätsdaten aus Koblenz erstmals im WMO-Bericht: Der aktuelle Bericht wertet zum ersten Mal auch Messwerte für Wassertemperatur, gelösten Sauerstoff, pH und Leitfähigkeit aus. Diese hat der Globale Datendienst für Wasserqualität (GWDC) des an der BfG angesiedelten Internationalen Zentrums für Wasserressourcen und Globalen Wandel (ICWRGC) bereitgestellt.
  • Gemischtes Bild bei der Bodenfeuchte: In Zentraleuropa haben sich die Bodenwasservorkommen durch den vielen Niederschlag im Jahr 2024 erholen können. In Süd- und Osteuropa dagegen, sowie in großen Teilen Afrikas und Südamerikas sind die Böden weiterhin vergleichsweise trocken. Die Ergebnisse basieren auf Messungen des Internationalen Bodenfeuchtenetzwerks (ISMN) des ICWRGC und auf Modell- und Satellitendaten.
  • Hohe Variabilität beim Abfluss: Das Weltdatenzentrum Abfluss (GRDC) der BfG kann auf Datenreihen zurückgreifen, die für ausgewählte Pegel bis über hundert Jahre – bei einigen wenigen sogar bis über 200 Jahre – vorliegen und eine sehr robuste Einschätzung der hydrologischen Veränderungen erlauben. Auswertungen zeigen, dass mehr als 60 Prozent der Flüsse entweder zu viel oder zu wenig Wasser führten.

Die Interviewpartner

  • Dr. Matthias Zink, Leiter des Internationalen Bodenfeuchtenetzwerks ISMN
  • Philipp Saile, Leiter des Globalen Datendienstes für Wasserqualität GWDC
  • Dr. Simon Mischel. Leiter des Weltdatenzentrum Abfluss GRDC
  • Dr. Stefan Uhlenbrook, Leiter der Abteilung Hydrologie, Wasser und Kryosphäre bei der Weltorganisation für Meteorologie

Der Podcast „BfG Interview“ wird in Koblenz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde produziert.
Podcast-Hosts: Dr. Martin Labadz, Dominik Rösch, Susanne Schäfer
Produzent: Dr. Martin Labadz

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